Bericht

Hier ein Bericht von der Internetseite des IMS Schlierbach über den:

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Oldtimerfrühschoppen in Seidenbuch

Von Katja Gesche

Erschienen am 29.04.2019

Hier ein Opel GT, dort ein Rallye-Flitzer: All jene, die Freude an historischen Automobilen haben, kamen am Wochenende in Seidenbuch auf ihre Kosten.

SEIDENBUCH - Klassisches Aprilwetter hatte am Wochenende den Odenwald fest in seiner Hand. Sonne wechselte sich ab mit Regen- und Graupelschauern. Doch jene, die Freude an historischen Automobilen haben, ließen sich von den Wetterkapriolen nicht abschrecken. Und so füllte sich der Sportplatz im Lindenfelser Stadtteil Seidenbuch nach und nach mit immer mehr Oldtimern, darunter auffällig vielen Rallye-Fahrzeugen. Doch auch andere Autos, alte Motorräder und Traktoren waren von ihren Besitzern herangefahren worden.

Peter Hartmann kümmert sich mit Helfern um die Organisation der Treffen in Seidenbuch, die die Interessengemeinschaft Motorsport Schlierbachtal (IMS) zusammen mit der Sportgemeinschaft Seidenbuch veranstaltet. Letztere stellt den Platz zur Verfügung, auf dem die Automobile bedenkenlos abgestellt werden können, da darauf kein Sportbetrieb mehr stattfindet. Vorteilhaft ist es außerdem, dass die IMS die Räume am Sportgelände mitnutzen kann. Dort konnte man sich auch von der Sportgemeinschaft Seidenbuch mit Kaffee und Kuchen verwöhnen lassen.

„Wir halten unseren Oldtimerfrühschoppen hier seit drei Jahren ab“, sagte Peter Hartmann. Einmal im Monat kommen zwischen April und Oktober Oldtimerfreunde zusammen, um sich auszutauschen und das Treffen als Station für eine schöne Ausfahrt im Odenwald zu nutzen. Dabei führen Hartmann und seine Helfer Buch darüber, wer die monatlichen Treffen besucht. Die drei, die sich am häufigsten haben blicken lassen, erhalten einen kleinen Preis – Mitglieder der IMS nicht mitgezählt.

Die Oldtimerfreunde kommen nicht nur aus dem Odenwald. Auch Darmstädter und Pfälzer waren unter den Gästen. Doch auch Menschen ohne historische Gefährte kamen zum Sportplatz, um einen Blick auf die schönen alten Autos zu werfen. Manche Besitzer machten es den Neugierigen leichter, indem sie einen Zettel mit Informationen an ihrem Wagen anbrachten, auf dem man Modell, Baujahr, aber auch besonders lange Reisen nachlesen konnte, die mit dem Fahrzeug unternommen worden waren.

Bis zu 80 Fahrzeuge kommen bei den Treffen zusammen, die jedes Mal einen anderen Schwerpunkt haben. So sind zwar stets alle Oldtimer und Youngtimer – das sind alte Fahrzeuge, die aber noch keine Sonderzulassung haben – mit zwei oder vier Rädern willkommen. Doch einmal werden besonders Porschefahrer eingeladen, dann wieder Ferrari-freunde oder Golffahrer. Die Rallyefahrer wurden bewusst an den Anfang des Jahres gesetzt, da sie erfahrungsgemäß ab Mai viel auf Rennen unterwegs sind.

„Jeder ist stolz auf sein Fahrzeug“, erklärte Peter Hartmann. Die Oldtimerfrühschoppen dienen neben der Präsentation der eigenen Schätzchen in erster Linie dem Austausch und dem Fachsimpeln. „Man kann sich zum Beispiel dabei helfen, wo man am besten Ersatzteile findet“, erläuterte er. Ziel des Ganzen ist es aber auch, die IMS unter Oldtimerfreunden bekannter zu machen. Daher verteilen die Motorsportfreunde auf Veranstaltungen entsprechende Flyer und informieren in einer Fachzeitschrift über ihre Treffen.

Während Hartmann erzählte, wurden mit großem Hallo drei Opel GTs begrüßt. Sie stammen vom GT-Club IG Bergstraße. Die Mitglieder dieses Clubs, so konnte man erfahren, werden dieses Jahr zum großen Europatreffen nach Belgien reisen. Auch Gilbert Rest, Vorsitzender der IMS, fährt einen GT. Wie andere Oldtimerfreunde öffnete er gerne seine Motorhaube und ließ Interessierte einen Blick in das Innenleben des Wagens werfen. Doch ansonsten galt, wie ein Schildchen hinter der Windschutzscheibe verriet: „Nur gugge, ned datsche.“

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